Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick!

Bling Bling!

Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick!

Bling Bling!

Krasse Sache

Elke Schmitter

"Der Film "Kill Me Today, Tomorrow I`m Sick" hat einen nicht besonders verlockenden Titel, schildert aber auf gradnios draufgängerische Weise eine Geschcihte von Liebe, Politik und Finsternis, die im Jahr 1999 im Kosovo spielt. Zu dieser Zeit läuft eine große und enorm kostspielige Uno-Mission an, und Anna aus Deutschland (fantastisch: Karin Hanczewski) ist mittenmang dabei. Freie, demokratische Medien aufzubauen, so lautet ihr Auftrag. Nur leider passen die Wirklichkeit und der gute Wille nicht zueinander. Wo Schmuggel lohnender ist als ehrliche Arbeit, der Schwindel effizienter als die Wahrheit und unter dem Pflaster nicht der Strand liegt, sondern ein verscharrter Toter, da helfen auch Geld und Gewissen nicht. Mit hartem Witz , berauschendem Tempo und einer so skurrilen wie überzeugenden Crew erzählen die Regisseure Joachim Schroeder und Tobias Streck vom Scheitern und vom Überleben in der postjugoslawischen Unübersichtlichkeit.
Eine Farce mit dem Prädikat: unerbittlich wervoll."
Elke Schmitter

DOMINIK GRAF in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG

Auszüge:

Was für unglaubliche Schauspieler wir haben, wenn sie Filme wie diesen bekommen, in denen sie ihre Spiellust und ihr Können loslassen dürfen: Hanczewski und Ljubek sind das Zentrum des Films. Man möchte sagen, Ljubek spielt die Rolle seines bisherigen Lebens. Es gelingt ihm alles: Macho-Coolness, Witz, Bauernschläue, Selbstironie, Trauer, Melancholie und auch Wut. Lange habe ich nicht so einen souveränen Ritt auf sämtlichen Rasierklingen der Uncorrectness gesehen. Und Karin Hanczewski entblättert ihre Schichten eine nach der anderen: von der anfänglichen Empörung der Philanthropin zu entwaffnender Raffinesse in der Durchsetzung ihrer Ziele.

...

An die Stelle der Schönredner, Gesundbeter oder Hetzer müsste international längst ein gesunder Pragmatismus treten, völlig desillusioniert, elegant kettenrauchend und realitätsnah: Die Plakas dieser Welt müssen ran. Er ist eine Art Bruder Courage mit Brecht‘schem Realitätssinn. Ein Hoffnungsschimmer.

...

Was auf den ersten Blick daherkommt wie ein überraschendes Ufo des deutschen Kinos, ist in Wahrheit ein fulminantes Lebenszeichen, eine Satire ohne ethische Gebrauchsanweisung.

...

Die beiden Regisseure hatten alle Hände voll zu tun, mit dem knappen Budget hinzukriegen, was ihr gewaltiges Drehbuch sich vorgenommen hatte. Sie entledigen sich der Aufgabe mit Unbefangenheit und kinematographischer Direktheit. Hier und da gibt es vielleicht ein paar erzwungene Defizite in der Oberflächenperfektion und Fleischwerdung des Irrsinns – aber man wird stets mit dem nächsten funkelnden Dialog getröstet.

...

Eine ordentliche Portion Übermut der Verzweiflung und grimmiger Humor ohne Rücksicht auf Verluste ergeben hier humanistische Haltung ohne jeden Moral-Kitsch, erzählt in einem Ton, der angesichts der Leichenberge auch eine Anklage der ewigen Welt-Dummheit ist.

Monika Maron, Schriftstellerin

"So ein wunderbarer Film. Ohne Furcht vor Denkbarrieren und kühn in der Nähe von Komik und Tragischem. Man lacht, ist erschüttert und lacht wieder. Alles ist anders, als man es von einem deutschen Film über einen Krieg und die Friedensbemühungen der „Internationals“ erwartet. Und großartige Schauspieler, ganz besonders Carlo Ljubek, den sonst nur die Hamburger in ihrem Schauspielhaus sehen dürfen."

Rolf Welberts, ehemaliges OSZE-Missionsmitglied Kosovo

"Das war ein prima Abend im Babylon! Herzlichen Glückwunsch zu dem Premierenerfolg! Der Film hat mir sehr gefallen. Einerseits die rasante fiktive Handlung, andererseits die wirklichkeitstreue Darstellung der albanisch-serbischen Realität. Die beißende und teils nur allzu berechtigte Ironie in der Beschreibung der internationalen Helfer erinnert an Danis Tanovićs „No Man‘s Land“. Andererseits erwähnt der Film auch wichtige OSZE-Projekte wie das Opferidentifizierungsprogramm und das Frauenhaus."

Cora Stephan, Schriftstellerin

"Was für ein Film! Hier gehen Tragödie und Komödie Hand in Hand, noch die absurdesten Szenen sind im Grunde todtraurig. Wären da nicht zwei Schlitzohren, die das Herz erwärmen: Plaka und Burim, Albaner und Bosniake. Manche Männer machen Probleme. Plaka und Burim lösen sie. Ein Film über das Drama Kosovo, der die Zuschauer glücklich zurücklässt? Geht. Nach der Premiere waren selbst die sonst so Kritischen begeistert."

ARTE Redakteurin Nadja Dumouchel über das Drehbuch

"Das ist ja gewaltverherrlichend, sowas darf höchstens Tarantino!"
(Unser Film hat eine FSK 16 -Empfehlung)

Alexander Wendt

Lachen mit Schusswunde
"„Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick“ verdient viele Zuschauer. Der Film zeigt, dass eine Geschichte gleichzeitig wichtig, komisch und blutig ernst sein kann."

Dirk Maxeiner, achgut

"Der Film zeichnet nicht nur die Umrisse des erbarmungslosen Kosovo-Konfliktes, sondern liefert auch ein Sittenbild der „neuen Welt-Klasse“ der rapide wachsenden supranationalen Organisationen. Niemand hat sie gewählt, und sie haben keine Basis, der sie sich ernsthaft verantworten müssten. Sie wechseln vom IRK zur WHO, vom WWF zum IWF, von der OSZE zur OECD und zurück."

Annett Scheffel, Süddeutsche Zeitung

Kill Me Today, Tomorrow I'm Sick

"Kosovo, 1999: Nach dem Waffenstillstand hält die internationale Krisenhilfe Einzug in das gespaltene Land. Darunter auch die OSZE-Idealistin Anna (Karin Hanczewski), die bald knietief im Schlamm der Verstrickungen zwischen gelangweilten Diplomaten, korrupten Freiheitskämpfern und gewieften Opportunisten steckt. Im Gewand einer schwarzhumorigen Tragikomödie haben Joachim Schroeder und Tobias Streck eine vogelwilde Low-Budget-Satire gedreht, deren spitze Pfeile gegen die Verblendung des Westens (nicht immer, aber oft) tief steckenbleiben. Und dass hier niemand Angst vor Konventionen und Correctness hat, ist mindestens so erfrischend wie irritierend."

Dr. Wolfgang Hintze, Premierenbesucher

über den Film:
"Wir hatten das Glück dessen Premiere gestern im prall gefüllten Berliner Kino Babylon zu erleben. Mit einem Wort: großartig! Man lacht, man weint, man ist fassungslos, man ist gerührt, man ärgert sich, man ekelt sich, man freut sich, man trauert - ein Wirbelwind der Gefühle, vorangetrieben durch die großartigen Hauptdarsteller und durch eine Musik mit so viel Drive, dass man sich keine Sekunde entziehen konnte."

Lutz Gehres, Oberstabsfeldwebel a. D., Einsätze in Bosnien und Afghanistan

Der Film arbeitet die Schattenseiten solcher friedensschaffenden und -erhaltenden Missionen, egal ob UN, NGO oder Militär deutlich heraus.
In diesem Zusammenhang war für mich die Szene mit der "lieben" Anna im Mini-Markt ein absolutes Highlight: Keine Ahnung, keine kulturelle Vorbildung - aber ganz Großes im Sinn. Sie glauben ja garnicht, wieviele Probleme genau durch solche unbeabsichtigte Fehltritte in den Einsätzen entstehen.

Auch wenn der Film sehr gute satirische Momente hat - wenn man Ähnliches erlebt hat, bleibt einem die im Film untergründig vorhandene Kapitulation vor der "Macht des Faktischen" nicht verborgen.

Ein großes Lob an alle Darsteller, besonders an die, die Einheimischen darstellen. Der Riß, der durch Pogrome und Kriegsverbrechen durch solche gebeutelten Gesellschaften geht, wird von ihnen beklemmend dargestellt.

Ich habe selbst in Sarajevo erleben dürfen, zu welchen Zivilisationsbrüchen das führen kann."

JUNGE FREIHEIT, Christian Dorn

"So wird hier ungeschminkt die Geschichte der neurotischen, ignoranten, korrupten und saturierten „Internationals“ erzählt, an deren Spitze der zynische OSZE-Diplomat Christian Zoet (Joachim Steinhöfel) steht, ergänzt um den abgeklärten Journalisten Gorsky (Henryk M. Broder)."

Marc Neugröschl, Times of Israel Autor

„Über die Selbstgerechtigkeit und Naivität von internationalen Organisationen und ihren Funktionären könnte man bestimmt noch 1.000 Filme machen. Gut, dass es jetzt schon mal einen – und dazu noch einen sehr gelungenen – gibt.“

FRANKENPOST, anlässlich der Premiere auf den 52. Internationalen Hofer Filmtagen

"Hier verliert der brave Deutsche seine Illusionen: Auf dem Tagebuch einer realen OSZE-Aktivistin beruht der Stoff, den die Regisseure lang, aber flott, mit so viel makabrem Humor wie Horror ausbreiten. „Der OSZE“, geben sie in Hof zu, gefällt der Film nicht." Das glaubt man gern."

BILD, Dirk Krampitz

Das Kosovo ist eine Tragikomödie

B.Z Berlin

Das Kosovo ist eine Tragikomödie

Wolfgang Höbel, Spiegel Online

"Kill Me Today, Tomorrow I'm Sick!", hieß der politisch brisanteste Spielfilm des Festivals. In ihm schildern die Regisseure Joachim Schroeder und Tobias Streck den Aberwitz des langen, ungeheuer teuren Friedenseinsatzes im Kosovo im Gewand einer schrillen Satire, der fast nichts heilig ist. Man sieht eitle OSZE-Helfer und mafiaartig organisierte Kämpfer der Kosovo-Albaner; es gibt Schockbilder von Morden, die aus rassistischem Hass verübt werden, und kabarettistisch aufgemotzte Szenen aus dem Bürokratenalltag im Lager der internationalen Friedenstruppe. Karin Hanczewski spielt eine erst naive und bald hartgesottene deutsche OSZE-Frau, Carlo Ljubek ein charmantes Schlitzohr, das sich an ihre Seite drängt. Schröder und Streck liefern einen zynischen, manchmal schreiend komischen, im Herz aber verzweifelten Lagebericht über die Hilflosigkeit der Vernünftigen. Restlos alle Gutwilligen werden hier ihrer Weltverbesserungshoffnungen beraubt. (Wolfgang Höbel)

Wie entstand der Film?


Auszeichnungen


SILVER ZENITH in der Kategorie:
First Fiction World Wide

MONTREAL WORLD FILMFESTIVAL 2018

BESTER DARSTELLER:
Carlo Ljubek für seine Rolle als Plaka.

24. Filmfestival Türkei Deutschland

Aus der Jurybegründung: „Carlo Ljubek spielt das draufgängerische Schlitzohr, den Komiker mit tieferem Wissen von aller Tragik auf den Punkt, so perfekt und glaubwürdig, dass man ihn am liebsten sofort wieder in dieser Paraderolle sehen würde.“

Joachim Schroeder und Tobias Streck für „Kill Me Today, Tomorrow I'm Sick!“

ÖNGÖRÖN PREIS FÜR DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE

Aus der Jurybegründung: „Der Film überzeugt als vielschichtiger Mix aus unsentimentalem Melodram mit satirischen Elementen und packendem Doku-Drama, der grundiert ist von den authentischen Tagebuchaufzeichnungen einer OSZE-Aktivistin."

Krasse Sache

Elke Schmitter

"Der Film "Kill Me Today, Tomorrow I`m Sick" hat einen nicht besonders verlockenden Titel, schildert aber auf gradnios draufgängerische Weise eine Geschcihte von Liebe, Politik und Finsternis, die im Jahr 1999 im Kosovo spielt. Zu dieser Zeit läuft eine große und enorm kostspielige Uno-Mission an, und Anna aus Deutschland (fantastisch: Karin Hanczewski) ist mittenmang dabei. Freie, demokratische Medien aufzubauen, so lautet ihr Auftrag. Nur leider passen die Wirklichkeit und der gute Wille nicht zueinander. Wo Schmuggel lohnender ist als ehrliche Arbeit, der Schwindel effizienter als die Wahrheit und unter dem Pflaster nicht der Strand liegt, sondern ein verscharrter Toter, da helfen auch Geld und Gewissen nicht. Mit hartem Witz , berauschendem Tempo und einer so skurrilen wie überzeugenden Crew erzählen die Regisseure Joachim Schroeder und Tobias Streck vom Scheitern und vom Überleben in der postjugoslawischen Unübersichtlichkeit.
Eine Farce mit dem Prädikat: unerbittlich wervoll."
Elke Schmitter

DOMINIK GRAF in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG

Auszüge:

Was für unglaubliche Schauspieler wir haben, wenn sie Filme wie diesen bekommen, in denen sie ihre Spiellust und ihr Können loslassen dürfen: Hanczewski und Ljubek sind das Zentrum des Films. Man möchte sagen, Ljubek spielt die Rolle seines bisherigen Lebens. Es gelingt ihm alles: Macho-Coolness, Witz, Bauernschläue, Selbstironie, Trauer, Melancholie und auch Wut. Lange habe ich nicht so einen souveränen Ritt auf sämtlichen Rasierklingen der Uncorrectness gesehen. Und Karin Hanczewski entblättert ihre Schichten eine nach der anderen: von der anfänglichen Empörung der Philanthropin zu entwaffnender Raffinesse in der Durchsetzung ihrer Ziele.

...

An die Stelle der Schönredner, Gesundbeter oder Hetzer müsste international längst ein gesunder Pragmatismus treten, völlig desillusioniert, elegant kettenrauchend und realitätsnah: Die Plakas dieser Welt müssen ran. Er ist eine Art Bruder Courage mit Brecht‘schem Realitätssinn. Ein Hoffnungsschimmer.

...

Was auf den ersten Blick daherkommt wie ein überraschendes Ufo des deutschen Kinos, ist in Wahrheit ein fulminantes Lebenszeichen, eine Satire ohne ethische Gebrauchsanweisung.

...

Die beiden Regisseure hatten alle Hände voll zu tun, mit dem knappen Budget hinzukriegen, was ihr gewaltiges Drehbuch sich vorgenommen hatte. Sie entledigen sich der Aufgabe mit Unbefangenheit und kinematographischer Direktheit. Hier und da gibt es vielleicht ein paar erzwungene Defizite in der Oberflächenperfektion und Fleischwerdung des Irrsinns – aber man wird stets mit dem nächsten funkelnden Dialog getröstet.

...

Eine ordentliche Portion Übermut der Verzweiflung und grimmiger Humor ohne Rücksicht auf Verluste ergeben hier humanistische Haltung ohne jeden Moral-Kitsch, erzählt in einem Ton, der angesichts der Leichenberge auch eine Anklage der ewigen Welt-Dummheit ist.

Monika Maron, Schriftstellerin

"So ein wunderbarer Film. Ohne Furcht vor Denkbarrieren und kühn in der Nähe von Komik und Tragischem. Man lacht, ist erschüttert und lacht wieder. Alles ist anders, als man es von einem deutschen Film über einen Krieg und die Friedensbemühungen der „Internationals“ erwartet. Und großartige Schauspieler, ganz besonders Carlo Ljubek, den sonst nur die Hamburger in ihrem Schauspielhaus sehen dürfen."

Rolf Welberts, ehemaliges OSZE-Missionsmitglied Kosovo

"Das war ein prima Abend im Babylon! Herzlichen Glückwunsch zu dem Premierenerfolg! Der Film hat mir sehr gefallen. Einerseits die rasante fiktive Handlung, andererseits die wirklichkeitstreue Darstellung der albanisch-serbischen Realität. Die beißende und teils nur allzu berechtigte Ironie in der Beschreibung der internationalen Helfer erinnert an Danis Tanovićs „No Man‘s Land“. Andererseits erwähnt der Film auch wichtige OSZE-Projekte wie das Opferidentifizierungsprogramm und das Frauenhaus."

Cora Stephan, Schriftstellerin

"Was für ein Film! Hier gehen Tragödie und Komödie Hand in Hand, noch die absurdesten Szenen sind im Grunde todtraurig. Wären da nicht zwei Schlitzohren, die das Herz erwärmen: Plaka und Burim, Albaner und Bosniake. Manche Männer machen Probleme. Plaka und Burim lösen sie. Ein Film über das Drama Kosovo, der die Zuschauer glücklich zurücklässt? Geht. Nach der Premiere waren selbst die sonst so Kritischen begeistert."

ARTE Redakteurin Nadja Dumouchel über das Drehbuch

"Das ist ja gewaltverherrlichend, sowas darf höchstens Tarantino!"
(Unser Film hat eine FSK 16 -Empfehlung)

Alexander Wendt

Lachen mit Schusswunde
"„Kill Me Today, Tomorrow I’m Sick“ verdient viele Zuschauer. Der Film zeigt, dass eine Geschichte gleichzeitig wichtig, komisch und blutig ernst sein kann."

Dirk Maxeiner, achgut

"Der Film zeichnet nicht nur die Umrisse des erbarmungslosen Kosovo-Konfliktes, sondern liefert auch ein Sittenbild der „neuen Welt-Klasse“ der rapide wachsenden supranationalen Organisationen. Niemand hat sie gewählt, und sie haben keine Basis, der sie sich ernsthaft verantworten müssten. Sie wechseln vom IRK zur WHO, vom WWF zum IWF, von der OSZE zur OECD und zurück."

Annett Scheffel, Süddeutsche Zeitung

Kill Me Today, Tomorrow I'm Sick

"Kosovo, 1999: Nach dem Waffenstillstand hält die internationale Krisenhilfe Einzug in das gespaltene Land. Darunter auch die OSZE-Idealistin Anna (Karin Hanczewski), die bald knietief im Schlamm der Verstrickungen zwischen gelangweilten Diplomaten, korrupten Freiheitskämpfern und gewieften Opportunisten steckt. Im Gewand einer schwarzhumorigen Tragikomödie haben Joachim Schroeder und Tobias Streck eine vogelwilde Low-Budget-Satire gedreht, deren spitze Pfeile gegen die Verblendung des Westens (nicht immer, aber oft) tief steckenbleiben. Und dass hier niemand Angst vor Konventionen und Correctness hat, ist mindestens so erfrischend wie irritierend."

Dr. Wolfgang Hintze, Premierenbesucher

über den Film:
"Wir hatten das Glück dessen Premiere gestern im prall gefüllten Berliner Kino Babylon zu erleben. Mit einem Wort: großartig! Man lacht, man weint, man ist fassungslos, man ist gerührt, man ärgert sich, man ekelt sich, man freut sich, man trauert - ein Wirbelwind der Gefühle, vorangetrieben durch die großartigen Hauptdarsteller und durch eine Musik mit so viel Drive, dass man sich keine Sekunde entziehen konnte."

Lutz Gehres, Oberstabsfeldwebel a. D., Einsätze in Bosnien und Afghanistan

Der Film arbeitet die Schattenseiten solcher friedensschaffenden und -erhaltenden Missionen, egal ob UN, NGO oder Militär deutlich heraus.
In diesem Zusammenhang war für mich die Szene mit der "lieben" Anna im Mini-Markt ein absolutes Highlight: Keine Ahnung, keine kulturelle Vorbildung - aber ganz Großes im Sinn. Sie glauben ja garnicht, wieviele Probleme genau durch solche unbeabsichtigte Fehltritte in den Einsätzen entstehen.

Auch wenn der Film sehr gute satirische Momente hat - wenn man Ähnliches erlebt hat, bleibt einem die im Film untergründig vorhandene Kapitulation vor der "Macht des Faktischen" nicht verborgen.

Ein großes Lob an alle Darsteller, besonders an die, die Einheimischen darstellen. Der Riß, der durch Pogrome und Kriegsverbrechen durch solche gebeutelten Gesellschaften geht, wird von ihnen beklemmend dargestellt.

Ich habe selbst in Sarajevo erleben dürfen, zu welchen Zivilisationsbrüchen das führen kann."

JUNGE FREIHEIT, Christian Dorn

"So wird hier ungeschminkt die Geschichte der neurotischen, ignoranten, korrupten und saturierten „Internationals“ erzählt, an deren Spitze der zynische OSZE-Diplomat Christian Zoet (Joachim Steinhöfel) steht, ergänzt um den abgeklärten Journalisten Gorsky (Henryk M. Broder)."

Marc Neugröschl, Times of Israel Autor

„Über die Selbstgerechtigkeit und Naivität von internationalen Organisationen und ihren Funktionären könnte man bestimmt noch 1.000 Filme machen. Gut, dass es jetzt schon mal einen – und dazu noch einen sehr gelungenen – gibt.“

FRANKENPOST, anlässlich der Premiere auf den 52. Internationalen Hofer Filmtagen

"Hier verliert der brave Deutsche seine Illusionen: Auf dem Tagebuch einer realen OSZE-Aktivistin beruht der Stoff, den die Regisseure lang, aber flott, mit so viel makabrem Humor wie Horror ausbreiten. „Der OSZE“, geben sie in Hof zu, gefällt der Film nicht." Das glaubt man gern."

BILD, Dirk Krampitz

Das Kosovo ist eine Tragikomödie

B.Z Berlin

Das Kosovo ist eine Tragikomödie

Wolfgang Höbel, Spiegel Online

"Kill Me Today, Tomorrow I'm Sick!", hieß der politisch brisanteste Spielfilm des Festivals. In ihm schildern die Regisseure Joachim Schroeder und Tobias Streck den Aberwitz des langen, ungeheuer teuren Friedenseinsatzes im Kosovo im Gewand einer schrillen Satire, der fast nichts heilig ist. Man sieht eitle OSZE-Helfer und mafiaartig organisierte Kämpfer der Kosovo-Albaner; es gibt Schockbilder von Morden, die aus rassistischem Hass verübt werden, und kabarettistisch aufgemotzte Szenen aus dem Bürokratenalltag im Lager der internationalen Friedenstruppe. Karin Hanczewski spielt eine erst naive und bald hartgesottene deutsche OSZE-Frau, Carlo Ljubek ein charmantes Schlitzohr, das sich an ihre Seite drängt. Schröder und Streck liefern einen zynischen, manchmal schreiend komischen, im Herz aber verzweifelten Lagebericht über die Hilflosigkeit der Vernünftigen. Restlos alle Gutwilligen werden hier ihrer Weltverbesserungshoffnungen beraubt. (Wolfgang Höbel)

Wie entstand der Film?


Auszeichnungen


SILVER ZENITH in der Kategorie:
First Fiction World Wide

MONTREAL WORLD FILMFESTIVAL 2018

BESTER DARSTELLER:
Carlo Ljubek für seine Rolle als Plaka.

24. Filmfestival Türkei Deutschland

Aus der Jurybegründung: „Carlo Ljubek spielt das draufgängerische Schlitzohr, den Komiker mit tieferem Wissen von aller Tragik auf den Punkt, so perfekt und glaubwürdig, dass man ihn am liebsten sofort wieder in dieser Paraderolle sehen würde.“

Joachim Schroeder und Tobias Streck für „Kill Me Today, Tomorrow I'm Sick!“

ÖNGÖRÖN PREIS FÜR DEMOKRATIE UND MENSCHENRECHTE

Aus der Jurybegründung: „Der Film überzeugt als vielschichtiger Mix aus unsentimentalem Melodram mit satirischen Elementen und packendem Doku-Drama, der grundiert ist von den authentischen Tagebuchaufzeichnungen einer OSZE-Aktivistin."